Ich bin Ehemann, Vater und Großvater, Freund und Partner. Beruflich bin ich Gründer von rhetorikhaus, Rhetoriktrainer, Mentor und Erzählphilosoph – ein Erzähler, der es beim Erzählen nicht belässt.
Ich höre aufmerksam zu, frage genau nach und sage klar, was ich sehe. Mich interessiert, was ein Mensch tatsächlich denkt, wofür er steht und wie er dies so in Sprache bringt, dass seine eigene Art erkennbar bleibt. Freundlichkeit und Deutlichkeit gehören für mich zusammen.
Wo ich herkomme
Mein beruflicher Weg begann im Handwerk. Eigentlich wollte ich ans Theater und Maskenbildner werden; der Weg dorthin führte über eine Friseurlehre und später zur Meisterprüfung. Beim ersten Anlauf scheiterte ich. Beim zweiten schrieb ich die besten Ergebnisse in Pädagogik und Theorie – ausgerechnet in den beiden Fächern, die später meinen Beruf prägen sollten.
Mit 23 Jahren trauten mir zwei Unternehmer zu, beim Aufbau eines Handwerks- und Dienstleistungsunternehmens Verantwortung zu übernehmen. Ein Jahr später gehörte ich der Geschäftsleitung an; später war ich für fast dreihundert Mitarbeitende über drei Führungsebenen verantwortlich. Viele Menschen in meinem Führungsteam waren deutlich älter als ich. Das verlangte mehr als Fachwissen: zuhören, entscheiden, erklären und auch dann Haltung bewahren, wenn es unbequem wurde.
Lebenserfahrung ist ein Vermögen, welches dir keiner nehmen kann!
rhetorikhaus seit 1993
Parallel zu dieser Verantwortung bildete ich mich weiter: in Train-the-Trainer-Programmen am Bratt-Institut sowie bei Dr. Silvia Reischitz und vor allem Dr. Klaus Fallenstein, der 25 Jahre mein Lehrer, Mentor und Partner bei rhetorikhaus war sowie viele weiteren erfahrenen Lehrenden. Dabei hatte ich einen Vorteil, den nur wenige haben: Was ich in der Theorie lernte, konnte ich in meinem wirklichen Alltag live erproben.
Vieles bewährte sich. Anderes funktionierte vor allem dann, wenn Menschen bereit waren, sich an vorgegebene Muster anzupassen. Wer bei sich blieb, hatte es schwerer. Diese Erfahrung ließ mich nicht mehr los. Ich begann, eigene Strukturen zu entwickeln, weil ich nur weitergeben wollte, was auch in der Praxis trägt, ohne einen Menschen in eine fremde Rolle zu drängen.
1993 gründete ich rhetorikhaus.
Was daraus geworden ist
Seither arbeite ich mit Menschen, die etwas zu sagen, zu entscheiden oder zu vermitteln haben. Dazu gehören Führungskräfte und Unternehmer ebenso wie Fachleute, Nachwuchskräfte, Trainerinnen und Trainer. Entscheidend ist nicht die Berufsbezeichnung, sondern die Situation: Ein Gedanke soll klar werden, ein Gespräch vorbereitet, eine Entscheidung vertreten oder das Sprechen vor Menschen erprobt werden.
Ich war Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Weiden und schrieb die Bücher „Einfach gesagt“, „Einfach sagen“ und „Wie gesagt“. Aus meiner Arbeit entstanden eigene Arbeitsweisen: das SKL-Prinzip© für Situation, Komplikation und Lösung, die W.I.E.V.-Technik© für anspruchsvolle Gespräche und die Erzählphilosophie© als Verbindung von Denken, Sprache und persönlicher Erfahrung.
Meine fachliche Grundlage ist die eines Handwerksmeisters mit Ausbildereignung. Gewachsen ist sie über Jahrzehnte in Führung, Lehre, Weiterbildung und in der praktischen Arbeit mit Menschen. Für mich zählt nicht, wie eindrucksvoll ein Konzept klingt, sondern ob es in einer wirklichen Situation trägt.
Ein neuer Lebensabschnitt
Nach 34 Jahren rhetorikhaus beginnt mit oliver-gross.com ein persönlicherer Abschnitt. rhetorikhaus bleibt das fachliche Haus und für die Ausbildungen von Lizenz-Trainer. Auf dieser Website verbinde ich meine persönliche Zusammenarbeit mit Vorträgen, Artikeln, Büchern, Hörgeschichten und meiner Initiative sunder warumbe.
Ich habe mir die Freiheit erarbeitet, Vorhaben nach Sinn, Resonanz und persönlichem Interesse auszuwählen. Mein Kalender enthält bewusst Raum für Vorbereitung, Schreiben und für Begegnungen, in denen ein Gedanke auch einmal länger liegen darf. Daraus entsteht eine Arbeitsweise, die zu meinem Leben und zu den Menschen passt, mit denen ich heute zusammenarbeiten möchte.
Was die nächsten Jahre entstehen soll
Ich schreibe momentan an „Du kannst niemals ein guter Anderer sein“. Das Hörbuch „1x Leben süß-sauer, bitte“ ist 2026 erschienen; für 2027 plane ich den zweiten Teil und entwickle daraus eine Vortragsreihe. Hinzu kommt die kleine Buchserie „Dein Leben sind Geschichten ...“, in der die Erzählphilosophie ihre literarische Form findet. Mit sunder warumbe möchte ich zugleich mehr Zeit in Begegnungen investieren, die aus persönlicher Überzeugung entstehen.
All diese Projekte folgen demselben Gedanken: Zueinander finden. Miteinander reden. Füreinander da sein. Dafür möchte ich in den kommenden Jahren begeistern, damit berühren, dazu befähigen und bewegen, um Menschen zusammenzubringen.
Ich freue mich auf unsere Begegnung.
Herzlichst
Oliver Groß
Das Mutterhaus - wo alles begann