empathisch gradheraus

Manches lässt sich in einer Begegnung besprechen. Anderes bleibt bei mir, kehrt später zurück und verlangt danach, noch einmal genauer betrachtet zu werden - dann schreibe ich.

Über einen Satz, der mir aufgefallen ist. Über eine Begebenheit im Alltag, eine Erfahrung aus vielen Berufsjahren oder eine Frage, auf die eine schnelle Antwort zu kurz greifen würde. Mich interessieren Menschen und ihre Sichtweisen, unsere Werte, das Miteinander der Generationen und die gelegentlichen Widersprüche zwischen dem, was wir denken, fühlen und schließlich tun.

Empathisch beschreibt meinen Blick auf Menschen. Ich möchte verstehen, was jemanden bewegt und weshalb eine andere Sicht ebenso begründet sein kann wie meine eigene.

Gradheraus bedeutet für mich, einen Gedanken auch auszusprechen. Wohlwollen und Deutlichkeit gehören dabei zusammen. Ein Text darf widersprechen, eine vertraute Sicht verschieben und gelegentlich unbequem werden. Der Respekt vor dem Menschen bleibt.


Worüber ich schreibe

Mich beschäftigen Rhetorik und Führung, Werte und Verantwortung, das Älterwerden, Generationen und unser tägliches Miteinander. Ebenso interessieren mich die Geschichten, die Menschen über ihr Leben erzählen und die Gedanken, die sich darin manchmal erst auf den zweiten Blick entdecken lassen.

Ein Text kann deshalb in einem beruflichen Gespräch beginnen, auf einer Bahnfahrt, beim Einkaufen oder am Küchentisch. Gelegentlich genügt auch ein Satz meiner Enkel. Ich schreibe aus Erfahrung und mit der Freiheit, einen Gedanken offen enden zu lassen. Ein Essay darf eine Frage hinterlassen, eine Kolumne widersprechen und eine kleine Geschichte erst beim Weiterdenken zeigen, weshalb sie erzählenswert war. Was Sie daraus machen, überlasse ich Ihnen!

Lesen, hören, weiterdenken

Einige Gedanken bleiben Texte. Andere werden zu gesprochenen Geschichten, Vorträgen oder irgendwann zu einem Kapitel in einem Buch. Unter Audio finden Sie Geschichten, die ich selbst eingesprochen habe und anschließend ergründend weiterdenke. 

Unter Gedanken sind frei finden Sie meine eigenen Zitate und Aphorismen. Manche begleiten mich seit vielen Jahren, einige haben inzwischen ihren Weg in Bücher anderer Autoren und in Kalender gefunden – darunter Veröffentlichungen von Hermann Simon und Norman Rentrop sowie der Weekview 2026.


Meine Gedanken und Impulse

ICH - DU - WIR

Wir wünschen uns mehr Rücksicht, mehr Empathie, mehr Bescheidenheit – solange jemand anderes damit anfängt. Vielleicht ist das eigentliche Problem unserer Zeit nicht der Mangel an Werten, sondern die Hoffnung, sie möge immer zuerst der Nachbar leben. Dabei gibt es unendlich viele Wünsche – aber erstaunlich wenige, die wir bereit sind, selbst zu erfüllen...

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Sunder warumbe - ohne Warum

Was wäre, wenn nicht alles ein WARUM braucht? Wir fragen nach Sinn, Nutzen, Wirkung und Ziel – und verlieren dabei manchmal die Freude am bloßen Tun. Warum ich glaube, dass uns Meister Eckhart, Konstantin Wecker und sogar ein Anruf eines Enkels daran erinnern können, wieder etwas mehr zu leben – statt nur zu begründen …

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Unsinn ²

Wir haben keine Probleme – nur Herausforderungen. Ein schöner Satz, bis man selbst nachts nicht schlafen kann. Denn was Menschen belastet, verschwindet nicht durch neue Begriffe. Manchmal ist der erste Schritt zur Lösung nicht Optimismus – sondern der Mut, ein Problem zunächst als Problem anzuerkennen.

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Haltung

In einer Zeit, in der Beschäftigt sein oft als Erfolg gilt, wirkt etwas anderes fast schon ungewöhnlich: sich Zeit zu nehmen. Vielleicht lohnt sich heute ein Blick in das Gesicht eines Menschen, der Sie begleitet hat. Manche Geschichten stehen nicht in Büchern – sondern in Lach- und Sorgenfalten.

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Nachgedacht

In unserer modernen Welt gilt es oft als Zeichen von Erfolg, keine Zeit zu haben. Ein 12-Stunden-Tag wird fast zu einem Statussymbol, und man reiht sich nicht selten in diese Geschäftigkeits-Kategorie ein. Das Paradoxon: Insgeheim bewundern wir jene, die Zeit haben oder sich diese bewusst nehmen. Was steckt dahinter?

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Das Mutterhaus - wo alles begann

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