empathisch gradheraus

Texte, Geschichten und Gedanken über Sprache, Haltung und das Leben, wie es einem eben begegnet.

Manches lässt sich in einer Begegnung besprechen. Anderes bleibt bei mir, kehrt zurück und verlangt nach einer genaueren Betrachtung. Dann schreibe ich. Über einen Satz, der mir aufgefallen ist, über eine Szene im Alltag oder über eine Frage, die sich auch nach vielen Berufsjahren ihre Lebendigkeit bewahrt hat.

Empathisch beschreibt meinen Blick auf Menschen. Gradheraus beschreibt die Sprache, in der ich meine Gedanken ausspreche. Beides gehört für mich zusammen. Wohlwollen gewinnt an Wert, wenn es ehrlich bleibt, und Deutlichkeit erreicht mehr, wenn sie dem Menschen seine Würde lässt.

Worüber ich schreibe

Mich beschäftigen Rhetorik und Führung, das Miteinander der Generationen, Werte und Verantwortung, das Älterwerden und die Geschichten, die wir uns über unser Leben erzählen. Manchmal beginnt ein Text in einem Seminar, manchmal am Küchentisch, auf einer Bahnfahrt oder in einem Gespräch, das noch eine Weile in mir weitergeht.

Ich schreibe aus Erfahrung und mit der Freiheit, einen Gedanken auch einmal offen enden zu lassen. Ein Artikel darf widersprechen, ein Lächeln auslösen oder eine vertraute Sicht verschieben. Er soll Ihnen genügend Raum lassen, Ihre eigenen Schlüsse zu ziehen.

Lesen, hören, weiterdenken

Einige Gedanken bleiben Texte. Andere werden zu gesprochenen Geschichten, Vorträgen oder zu einem Kapitel in einem Buch. Unter „Geschichten zum Hören“ finden Sie Erzählungen, die ich selbst eingesprochen habe. Unter „Gedanken sind frei“ versammle ich Aphorismen und Sätze, die mich über viele Jahre begleitet haben.

empathisch gradheraus ist meine fortlaufende Plattform für Artikel. Sie wächst mit den Themen, die mir begegnen, und mit den Fragen, die Menschen mir stellen.


Meine Gedanken und Impulse

ICH - DU - WIR

Wir wünschen uns mehr Rücksicht, mehr Empathie, mehr Bescheidenheit – solange jemand anderes damit anfängt. Vielleicht ist das eigentliche Problem unserer Zeit nicht der Mangel an Werten, sondern die Hoffnung, sie möge immer zuerst der Nachbar leben. Dabei gibt es unendlich viele Wünsche – aber erstaunlich wenige, die wir bereit sind, selbst zu erfüllen...

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Unsinn ²

Wir haben keine Probleme – nur Herausforderungen. Ein schöner Satz, bis man selbst nachts nicht schlafen kann. Denn was Menschen belastet, verschwindet nicht durch neue Begriffe. Manchmal ist der erste Schritt zur Lösung nicht Optimismus – sondern der Mut, ein Problem zunächst als Problem anzuerkennen.

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Haltung

In einer Zeit, in der Beschäftigt sein oft als Erfolg gilt, wirkt etwas anderes fast schon ungewöhnlich: sich Zeit zu nehmen. Vielleicht lohnt sich heute ein Blick in das Gesicht eines Menschen, der Sie begleitet hat. Manche Geschichten stehen nicht in Büchern – sondern in Lach- und Sorgenfalten.

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Nachgedacht

In unserer modernen Welt gilt es oft als Zeichen von Erfolg, keine Zeit zu haben. Ein 12-Stunden-Tag wird fast zu einem Statussymbol, und man reiht sich nicht selten in diese Geschäftigkeits-Kategorie ein. Das Paradoxon: Insgeheim bewundern wir jene, die Zeit haben oder sich diese bewusst nehmen. Was steckt dahinter?

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Sagen was man denkt?

Sage, was du denkst – bedenke aber auch, was du sagst. Ich liebe es, Entscheidungen auf den nächsten Tag zu verschieben. Und vor einer Antwort kurz zu schweigen. Was das mit Altkanzler Helmut Schmidt zu tun hat?

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Mentale TABS schließen

Gastbeitrag von Dr. Christine Thiel „Entspann dich doch einfach mal“ – wer kennt diesen wohlgemeinten Ratschlag nicht, der sich oft mehr wie ein Schlag denn ein Rat anfühlt. Als wäre es so einfach. Stattdessen tigere ich rastlos umher, und wenn ich mich schon nicht entspannen kann, dann will ich wenigstens etwas Nützliches tun. 

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Das Mutterhaus - wo alles begann

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